Manchmal ist Komposition einfach das Ergebnis einer formalen Organisation von Klang, in der eine Welt sichtbar wird, aber nicht ihr Tod.
Der Tod nämlich ist innerlich – und auch in der äußeren Welt mit ihren Gletschern, Tälern, den schrecklichen Häusern, mit dem unaufhörlichen Ansturm, gegen alle Götter – ein unablässiger Sturm, die unablässigen Wiederholungen schrecklicher Plattitüden mit deren hartnäckigem Streben nach einer sensationellen, aber erschöpfend rationalisierten Handlung. Ungläubige Energieverschwendungen und Lebensausgaben, die an furchterregende plumpe Feste erinnern, mit gewaltigen Plünderungen der Welt, oder besser noch, Plünderungen, die am Einzelnen selbst verübt werden. Dann braucht es keine Analysen oder Alternativen, keine Bilder oder dramatischen Wendungen, keine Eleganz oder Erweiterungen, keine Unterschiede und keine Trennung mehr. Nur etwas, das sich wiederholt, immer und immer wieder.
Das Unmögliche ist kein Außen der Erfahrung als Unmöglichkeit, die sich nicht aufhebt, sondern trägt. In diesen macht nicht das „ich“ als „Ich“ eine Erfahrung möglich. Etwas, das von außen eindringt und im Inneren unter aufgehobenen Bedingungen bleibt. Versatzstücke, deren Unvollständigkeit immer zu verschobenen Verhältnissen deren Integrität und Mangelhaftigkeit sich als Grätenfigur zwischen Symbol und Schranke darstellt weil alles darin nur sich selbst bedingen. Die Zeit die zur Wiederholung sedimentiert ist eine Fähigkeit zur Syntax ohne Proposition und bedeutet nichts, kann Abstehen durch etwas das aushöhlt, gescheitert als Falte der Bedeutung einer Sache, die gegessen wird und die zerfrisst, schluckt und sich neu zusammensetzt in einem vergeblichen Versprechen, sich in nichts zu verwandeln und insistiert.
Es gibt ein sonderliches Gesetz in dem es keine Botschaftsreliquie versäumt hat die nichts hervorruft. Die Idee der Erlösung ist eine Verbindung zu Erinnerungen die schon längst als Überdauer warten.
Lügen kann man nur in der Ich-Form.
Zum Beispiel, der Zentralriss.
Die Welt zerfällt in übereinandergelagerte Oberflächen, Archive oder Schichten – leere Äußerlichkeiten, die sich in einer doppelten Bewegung niederschlagen, um mit dem Riss ins Innere zu gelangen. Dieser aber trennt sichtbare Bilder und Lautkurven, Sichtbares und Sagbares sowie Wissen voneinander. Eine hermeneutische Perspektive, Synchronisierung von Zeit, Bedeutung und Raum, verliert in dieser Bewegung jede Stabilität. Elemente lassen sich ab und an zueinander in ein Verhältnis setzen, ohne sich dabei mit eben dieser mühsamen Differenz herumschlagen zu müssen. Körper, Zeit, Raum sind ja schon ziemlich grosse Metaphern. Das Ding ist nicht immer, und Übertragung kann auch mal unterlaufen werden. Ich kann mich halt nicht immer auf alles oder nichts projizieren, weil manchmal alles schon besetzt ist. Und ich weiß, wovon ich spreche, wenn ich sage: aufgrund einer unmöglichen Gleichzeitigkeit. Ganz abgesehen von den Rissen, die eine Perspektive bezeichnen, die entlang zeitlicher Linearitäten vermutet wird, konstitutive Bewegungen, durch die Veräußerung geschieht, retroaktiver Entzug, dessen vergangene Präsenz sich als Form darstellt. Aber je nach Bedeutungsfeld geht auch eine Verschiebung entlang einer Achse. Und anstatt mich oder etwas anderes zu ersetzen, kann es ja sein, dass Nachbarn begehrt werden müssen. Dabei verschiebt sich nicht das Gemeine, sondern die Bedingung, unter der Bedeutung als Deckung, als etwas, das aufgeht, überhaupt lesbar wäre. Zeit als Bewegung bleibt bestehen, aber kohärenter Raum und Form nicht mehr ganz. Der Rechercheprozesses richtet sich danach wie Erinnerungsträger aufgegriffen werden sollen, ohne deren symbolisches Material, dessen ganze Bedeutung sich einer gezielten Sezierung entzieht, einfach zu überschreiben. Jede abstrakte und ästhetische Praxis, zu der zum Beispiel auch die Musik gezählt wird, lässt sich als offenes und dynamisches, ästhetisches Zeichengebilde darstellen und Interpretationen offenzulegen bedeutet ein öffentliches Verhältnis mit Begrifflichkeiten einzugehen. Es braucht am Anfang also mindestens eine Figur, mit zwei Rollen. Die eine ist Reproduktion und die andere Produktion. Dadurch wird etwas nachgeahmt. Figuren sind Interpretationsprozesse. Weil die Figur bringt selbst auch etwas in die Welt ein, das der Welt hinzugefügt wird und sie anders macht. Lumpmmlerin :Das Fragment als tragender Rest, das mich bis anhin verfolgt ohne das die Zerstörung wirklich eingetreten ist. Ein langweiliger Horizont einer verlorenen Totalität. Ehe in einem Zustand das Grosse und ein Teil keine operablen Unterscheidungen mehr sind. Meta-phorai tragen Zeichen weg die nicht mehr zurückkommen. Es gibt Erzählungen in denen das, was geschlossen ist, durchbrochen wird. Drohende Formlosigkeit ist Bruchstrich der sich fortwährend durch das auszeichnet, was als deren Suspension übrig bleibt. Die Geschichte dieser Linie, deren Bedingungen symbolischer Artikulationen zeitlich hergestellt, strukturelle Unabgeschlossenheit zeigt die nicht durch Rekonstruktion noch durch Erinnerung stabilisiert werden kann. Eine Lumpensammlerin könnte sogar denken, dass einige Regionen mit Herden von Pferden gefüllt sind, deren brüllende Lobgesänge widerhallen, und dass Vogelschwärme und niedere Formen der Materie, und was auch immer, alles andere als absurde und ähnliche Formen enthalten. Sie exhibitioniert sich durch Motive, die sich selbst als Bedingungen der Geschichte darstellen.
Harmony
: ist ein Gräuel Abwehrform. Ein Ideal der Geschlossenheit, das Ambiguitäten, Niederlagen und Konflikte in Sinn-Zyklen zerlegt, die über das ständige Verknüpfen von Bedeutungen hinwegstrahlen, in eine geteilte Zeichenwelt, eine imaginäre Übereinkunft, die kaschiert als fragile Einheit durcharbeitet. Die Reproduktion des Symbolischen ist fetischistische Verleugnung in – „als ob“.
Endgültige Lösungen und Techniken für epistemische und epistemologische Prozesse funktionieren nur als notwendige Katalysatoren, ohne endgültige Erklärungen und Unvollständigkeit. Sie sind Kontingenzen der Bedeutungsproduktionen innerhalb eines Systems, das nicht ausreichend funktioniert. Dessen Signifikanten sind sporadische Ansichten einer Sprache, deren Symbole manchmal auch nur Statisten, Wiederholungen, Schreie oder rethorische Fragen sein könnten.
Eben nicht auf bloße Übertragung von Bedeutungen beschränkt ist konkrete Zumutung trotz Wiederholung einer Erfahrung, gebundener Zwang. Meine eigene Unzulänglichkeit darin entsteht aus der Tatsache, dass sich ich als sich selbst in Frage stellt, wobei diese Frage einen anderen benötigt, um umgesetzt zu werden, auf sich allein gestellt, schließt sich ein solches Sein in sich selbst ein, schläft ein und beruhigt sich. Ein Sein ist entweder allein oder weiß, dass es allein ist um zugleich Formen auszuhalten die als Selbstverlust Bedingungen anrufen die sich selbst nicht aufzeigen wollen.
Der Tod kann als solches nicht an sich dargestellt werden und ist sich selbst ohne etwas zu sein. Er existiert auch ohne Gott, dessen Name den bodenlosen Zusammenbruchs endloser Verödung der Sprache. Ich gestelle, dass ich von Dingen nichts verstelle, aber durch Darstellung der ihren eigenen Bedeutungen wird Konstruktion überhaupt erst möglich. Ort und Zeit und Zeichen verrutschen ständig zwischen Nähe und Distanz von Leben und Sprache. Es geht eben nicht auf. Totengeläut (12’05’’, 8‐Kanal) ist das erste, einer Serie von drei, in denen eine alte Familienglocke aus Messing ihr Ende einläutet. Affektkonserven, in denen Erinnerungen als formale Reste übrig bleiben. Sie können nicht innerhalb symbolischer Konstellationen rückgebunden werden. Glockenschläge, viereckige Gemüsestücke und der Tod meiner Großmutter haben sonst keinen einen Zusammenhang aber es braucht keine Referenz, damit eine Verzerrung ihre Bedeutungsfunktion verliert.
Macédoine (8’00’’, 8‐Kanal)
Autonome kleine Staaten gleicher Formkörper anonymer Nachbarschaften, kein Halt ausser Mayonnaise. Eine Schüssel ist ein leeres Versprechen und ohne Grund orange.
Grandmothers Return to Delphi (7‘29, 8-Kanal)
Dritter Teil der sich einem Finale verweigert .